Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für Slawistik und Hungarologie

Gastdozentur des Deutschen Übersetzerfonds für Barbora Schnelle



DÜF-Gastdozentur für Barbora Schnelle

 

Gastdozentur des Deutschen Übersetzerfonds für Barbora Schnelle am Institut für Slawistik und Hungarologie

Der Deutsche Übersetzerfonds vergibt seit 2021 Gastdozenturen für literarische Übersetzer:innen, die dadurch die Möglichkeit bekommen, ihren Blick auf die Übersetzungskunst in das Lehrangebot deutscher Hochschulen einzubringen.

In Sommersemester 2022 wurde die Theaterübersetzerin Barbora Schnelle mit dem Stipendium ausgezeichnet und darf am Institut für Slawistik und Hungarologie ihr Seminar zum Thema Tschechisches Gegenwartstheater, seine Übersetzung und Vermittlung halten. Das Seminar gibt Einblicke in die tschechische Gegenwartsdramatik und das tschechische Theater und stellt einige seiner Akteur*innen vor. Es werden ausgewählte aktuelle Stücke und Inszenierungen analysiert und in die heutige tschechische Theaterlandschaft eingeordnet. Das Thema Übersetzung fürs Theater mit seinen eigenen Spezifika, Herausforderungen und vielen Möglichkeiten der sprachlichen Vermittlung spielt dabei eine zentrale Rolle. Praktische Erfahrungen können die Studierenden bei einer gemeinsamen Reise zum internationalen Theaterfestival Divadelní svět Brno sammeln.

Die Übersezterin und promovierte Theaterwissenschaftlerin Barbora Schnelle leitet seit 2014 das Festival Ein Stück: Tschechien, das in Berlin aktuelle tschechische Theaterstücke in deutscher Übersetzung in szenischen Lesungen vorstellt und tschechische Gastspiele einlädt. Sie veröffentlichte die umfangreiche Anthologie tschechischer Gegenwartsdramatik Von Masochisten und Mamma-Guerillas (Berlin, Neofelis 2018).

Die Gastdozentur des Deutschen Übersetzerfonds wurde im Rahmen des Programms „NEUSTART KULTUR“ aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.