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Humboldt-Universität zu Berlin - Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät - Institut für Slawistik und Hungarologie

Juri Andruchowytsch

Siegfried-Unseld-Gastprofessor im SS 2014

Der 1960 in Stanislaw (heute Iwano-Frankiwsk, Ukraine) geborene Autor gehört zu den weltweit bekanntesten Vertretern der ukrainischen Gegenwartsliteratur. Er betrat die Bühne der literarischen Öffentlichkeit in den 1980er Jahren als Mitglied der avantgardistischen Künstlergruppe Bu-Ba-Bu. Nationale und internationale Berühmtheit erlangte er mit seinen seit den frühen 1990er Jahren erschienen Romanen, wie z.B. Rekreation (1992), Moscoviada (1993), Perversion (1996), Zwölf Ringe (2003) oder Geheimnis (2007), die allesamt in mehrere europäische Sprachen, darunter ins Deutsche übersetzt sind. Zusammen mit zahlreichen Essays wie Das letzte Territorium, Mein Europa (zus. mit dem polnischen Autor Andrzej Stasiuk) oder Engel und Dämonen der Peripherie, in denen der Autor auch das Konzept der „Geopoetik“ reflektiert, tragen sie wesentlich dazu bei, Mittel-Osteuropa, das über Jahrzehnte an der Grenze des Kalten Krieges ein quasi vergessenes Niemandsland war, kulturell und literarisch neu zu definieren und damit wiederzubeleben. Andruchowytsch wird der Professur einen wichtigen, nicht zuletzt auch geopolitischen Akzent verleihen, der auch im Zusammenhang der momentanen politischen Situation der Ukraine zwischen EU und Russland besondere Aktualität erhält.

Juri Andruchowytsch bot im SS 2014 für die MA-Studiengänge „Europäische Literaturen“, „Kulturen Mittel- und Osteuropas“ und „Slawische Literaturen“ an der Humboldt-Universität zwei Seminare an: 1. Geopoetische Landschaften Mittel-Ost-Europas: Räume und Orte und 2. Erfundene Dichter (Creative Writing).

 

Am Mittwoch, dem 14.5.2014, hielt Juri Andruchowytsch im Collegium Hungaricum Berlin seine öffentliche Antrittsvorlesung. Sie hatte das Thema:

 

Taras Ševčenko auf der Kiever Barrikade. 1814-2014:
Zur Aktualität eines 200jährigen Mythos